Krankengymnastik

Für alle Krankheitsbilder, die eine Einschränkung der Beweglichkeit, eine Verminderung der Kraft und/oder eine Störung des muskulären Gleichgewichtes darstellen. Auch Schmerzzustände werden mit Hilfe krankengymnastischer Übungen behoben.

Spezielle krankengymnastische Therapiemethoden, die besonders bei neurologischen, chirurgischen, orthopädischen und rheumatologischen Erkrankungen und Funktionstörungenen eingesetzt werden.

Durch gezielte Reizsetzung, die der Therapeut durch bestimmte Grifftechniken und Ausgangspositionen erreicht, wird das Zusammenspiel zwischen Muskeln und Nerven gefördert.

Ziele:

  • Schmerzlinderung
  • Verbesserung der sensomotorischen Leistung, Muskel-Nerv-Koordination
  • Abbau von Schmerzschonhaltungen
  • Erreichen eines Muskelgleichgewichts
  • Verbesserung von Bewegungsabläufen
  • Verbesserung von Muskelkraft und Ausdauer
  • Verbesserung der Koordination

bei Kindern

Eine dem Alter des Kindes entsprechende Atmosphäre der Behandlungsräume und Vertrauen zum Therapeuten sehen wir als wichtige Voraussetzungen für eine entspannte und effektive Behandlung an. Bei kleinen Kindern sollte immer ein Elternteil während der Behandlung dabei sein. Dies verschafft dem Kind die notwendige Sicherheit, und gleichzeitig können die Eltern in die Behandlung mit einbezogen werden.

Für alle Kinder ist es wichtig, dass die Eltern Schwerpunkte der Therapie zu Hause selbstständig übernehmen können. Hierzu lernen wir Eltern im Rahmen der Behandlungen des Kindes an.

Abhängig vom Befund legen wir gemeinsam mit Kindern und Eltern das Behandlungsziel individuell fest. Die Therapie besteht aus verschiedenen, aufeinander aufbauenden Stufen:

  • Entspannung,
  • Schmerzlinderung,
  • Dehnen verkürzter Strukturen,
  • Aktivieren der Muskulatur, die aus der Schonhaltung resultiert,
  • Bahnen funktioneller Bewegungsabläufe, z.B. das Gehen.
Es ist hierbei nicht die einzelne spezielle Technik, sondern das Konzept als Ganzes, das zum Behandlungserfolg führt. Mit kleinen Kindern gestalten wir die Therapie spielerisch in kindgerechter Umgebung (Kuschel- und Spielecke).

mit Geräten

Die Krankengynmastik am Gerät ist für bestimmte Beschwerdebilder gedacht, z. B. zur primären Muskelkräftigung, Kraftausdauer, Wiederherstellung alltags-spezifischer Belastungen, funktioneller Bewegungsabläufe und Tätigkeiten im täglichen Leben.

Zielgruppe der Therapie sind Patienten mit chronischen und degenerativen Skeletterkrankungen sowie bei posttraumatischen oder postoperativen Zuständen des Rumpfes oder der Extremitäten mit Muskeldysbalancen und -insuffizienz, krankheitsbedingter Muskelshwäche oder peripheren Lähmungen.

Zielsetzungen sind:

  • 100%ige Beweglichkeit der Gelenke,
  • 100%ige Kraft und Ausdauer,
  • 100%ige Alltagsfitness.
Der Therapeut verwendet hierzu verschiedene Trainingsgeräte: Kraftmaschinen wie bei der medizinischen Trainingstherapie, Therabänder, Minitrampolin und Geräte zur Koordinationsschulung.

bei Kiefer-/Halsgelenken

Das Kiefergelenk ist ein oft nicht beachteter Bereich. Dabei ist das Kiefergelenk mit seinen muskulären, myofaszialen und neuroanatomischen Wechselwirkungen häufig sogar für Beschwerden verantwortlich, die an entfernt liegenden Körperteilen auftreten.

Hier liegt oft eine fehlerhafte Okklusion vor, die dann zunächst vom Zahnarzt oder der Zahnärztin beseitigt werden muss. Manualtherapeutisch können am Kiefergelenk die Gelenksfunktion und die umgebenden Strukturen wie Muskeln, Bänder oder Nerven behandelt werden.

Dies ist eine Spezialisierung innerhalb der manuellen Therapie und erfordert vom Therapeuten eine spezielle Ausbildung und viel Erfahrung. Daher sollte eine Behandlung des Kiefergelenks nur von speziell dafür ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden.